Zwischenfazit zum bisherigen Bücherjahr

Zwischenfazit Lesejahr 2017Im Januar veröffentlichte ich auf meinem Blog den Beitrag „Auf in ein neues Bücherjahr. Vielleicht hast Du diesen gelesen. Ich habe mich jedenfalls diese Woche daran erinnert und möchte eine kleine Zwischenbilanz ziehen. Auch wenn das Jahr noch nicht ganz die Hälfte erreicht hat, denke ich, dass die Zeit dafür doch reif ist. Was ich vorab bereits sagen kann: ich habe leider nicht annähernd so viel gelesen, wie ich gern gewollt hätte. Es mangelt mir wie immer nicht an Lust, sondern eher an der Zeit. Natürlich ist Lesen kein Wettbewerb, kein Sprint. Lesen sollte Genuss sein und Entspannung. In gewisser Weise möchte es zelebriert werden. Lesen sollte frei von jeglichem Druck sein. Und ich denke, das gelingt mir auch in den allermeisten Fällen. Dies zeigt sich unter anderm wohl auch daran, dass ich nicht wöchentlich neue Rezensionen veröffentliche. Nur der Februar sticht hier hervor. Da waren es immerhin drei Rezensionen. In den anderen Monaten findet sich zumeist nur eine Rezension auf dem Blog. Gelesen/gehört habe ich allerdings doch das ein oder andere (Hör)Buch mehr. Das passt immerhin zu meinem Vorsatz, bewusster zu lesen und zu kaufen. Trotzdem ist mein SuB gewachsen. Die Zahl von über 20 Büchern ist sicherlich überschaubar. Allerdings möchte ich doch wieder unter die magische Grenze von 20 kommen.

Auch den Reiz der Vielfalt habe ich, denke ich, beibehalten. Fantasy, Thriller, Historisches und sonstige Belletristik zählen zu den gelesenen Exemplaren. Von den konkret genannten Büchern/Autoren des oben genannten Beitrags kann ich immerhin einen Punkt von der Liste abhaken. Mit „Die Liebeserklärung“ habe ich ein weiteres Buch von Jean-Philippe Blondel gelesen. Wenn es auch nicht ganz den Erwartungen entsprach, die „This is not a lovesong“ an die schriftstellerischen Qualitäten dieses Autors in mir geweckt hat. Alle anderen Vorsätze sind mir natürlich noch im Gedächtnis geblieben, doch ich merke mal wieder, dass die eigenen Leselaunen sich manchmal schneller ändern, als man denkt. Tatsächlich möchte ich diesen auch überwiegend nachgehen und mich nicht in vermeintlich selbst auferlegte Zwänge fügen. Wie gesagt, das Lesen soll Spaß machen und keinen Druck ausüben. Fest vorgenommen habe ich mir noch immer „Onyx. Schattenschimmer“ von Jennifer L. Armentrout zu lesen. Und zum Wells hat sich inzwischen eigentlich auch noch ein weiters Buch von Joey Goebel gesellt. Die Titel hierzu stehen noch nicht fest. Ich bin gespannt, wohin mich meine „Lesereise“ in einem halben Jahr hingeführt haben wird. Ich vermute stark, dass es mich wohl eher abseits der Ufer verschlägt, die ich mir zu „besichtigen“ vorgenommen habe.

Zu meiner Schande muss ich zudem noch gestehen – was heißt eigentlich gestehen, eigentlich ist es doch ganz offensichtlich – dass es noch immer keinen Blogroll gibt. Und ich schäme mich ehrlich gesagt dafür etwas. Wenn ich nun behaupte, dieser Vorsatz wird ganz bestimmt ganz bald in die Tat umgesetzt… nun ja, ich weiß nicht, ob ich diesen halten kann. Ich weiß nur, dass ich es machen möchte, nur eben noch nicht wann.

 Du siehst also, so einiges ist passiert im Bücherjahr, nur eben nicht immer so wie „geplant“. So ist das wohl, bei den Buchmenschen. Oder vielleicht nur bei mir?

Welche Vorsätze hattest Du gefasst? Konntest Du diese bereits umsetzen? Gab es vielleicht sogar ein unvorhergesehenes tolles Leseerlebnis? Hinterlasse gern einen Kommentar.

22 Comments

  1. Liebe Auroria,
    das Zeitproblem kennen wir natürlich auch, da ist es gut, dass wir zu Zweit und Beatrix sogar zu Dritt sind. Ich würde gerne mehr Lesungen besuchen und die Autoren live erleben, aber leider hapert das oft am Zeitproblem. Wir lesen deine Besprechungen immer gerne und sind schon gespannt, was du lesen wirst.
    Alles Liebe von den Vorlesern

    1. Da habt ihr eindeutig einen Vorteil, denn ihr seid „viele“ ;).
      Lesungen würde ich gern generell mal besuchen. Meistens findet keine in meiner Nähe statt, die mich interessiert oder ich erfahre es zu spät.

      Ich freue mich sehr, dass euch meine Besprechungen gefallen und lese immer gern eure Kommentare. 🙂

  2. Guten Morgen,
    ich habe eigentlich keine Vorsätze gefasst, da ich die eh nie einhalte. Ich glaube, dass ich in diesem Jahr bisher auch weniger gelesen habe, als in den Vorjahren, aber da setze ich mich nicht (mehr) unter Druck. Wenn ich halt mal zwei Wochen keine Lust zum lesen habe, dann tue ich es auch nicht. Bei mir ist es, im Gegensatz zu dir, nämlich meist weniger ein Zeit, als ein Lustproblem.
    Ich wünsche dir ein tolles nächstes halbes Lesejahr und die Zeit, die du dir dafür wünscht.
    Hab ein sonniges Wochenende
    LG
    Yvonne

    1. Die Lesevorsätze und Ziele, die ich mir so stecke, scheine ich auch eher schlecht zu erreichen. Vielleicht sollte ich das alles nur als lockeren Rahmen sehen. Manchmal kommt es ja durchaus vor, dass man Lust hat, zu lesen, aber die Bücher, die da sind, gerade nicht die eigene Leselaune abbilden. Da ist es dann nicht schlecht, wenn man noch Bücher oder Autoren auf der Wunschliste hat, die die Zeit bis zum SuB-Abbau überbrücken. Aber das hat man ja eigentlich immer. 😉 Wodurch die Ablenkung und Versuchung eben größer wird. 🙂
      Ich wünsche dir auch noch ein schönes Lesejahr mit hoffentlich vielen Buchentdeckungen.

  3. Im Moment erfreue ich mich immer wieder an Rezensionsexemplaren, obwohl ich mir Anfang des Jahres überlegt hatte, so wenig wie möglich anzufragen. Letzes Jahr hatte ich das nämlich sehr genossen, ganz viel aus der Bücherei zu lesen und ältere Bücher zu entdecken. Nun hat es sich in diesem Jahr ganz anders entwickelt, aber im Moment bin ich trotzdem ganz glücklich damit. Der Nebeneffekt ist, dass ich mehr rezensiere.
    Zeitlich ist das natürlich auch bei mir immer nicht ganz einfach. Ich nehme mir für den Blog auch immer mehr vor als ich schaffen kann. Leider bleiben viele Ideen auf der Strecke. Aber alles geht nun mal nicht. 🙂
    Ich wünsche dir fürs nächste halbe Jahr ruhige Momente fürs Lesen und Bloggen, aber auch all die anderen schönen Dinge, die man machen kann.

    Liebe Grüße
    Mona

    1. Letztes Jahr hatte ich ja einige Male bei Leserunden Glück gehabt. Das habe ich dieses Jahr schon reduziert. Rezensionsexemplare frage ich zur Zeit auch eher selten an. Dein genannter Vorteil, dass man dadurch mehr rezensiert, ist schon nicht von der Hand zu weisen und dafür ist der Blog ja schließlich auch da. 🙂
      Es beruhigt mich schon irgendwie, zu lesen, dass es anderen ähnlich wie mir ergeht. Sich mehr vorzunehmen als man dann tatsächlich schafft. Aber aufgeschoben ist ja nicht immer gleich aufgehoben. Vielleicht kommt die Zeit der Umsetzung eben auch einfach nur später.

    1. Vielen Dank! 🙂 Das Zwischenfazit hat mir zwar überwiegend aufgezeigt, wo es noch Lücken zu schließen gilt. Aber eigentlich sind die Vorsätze ja auch nicht in Stein gemeißelt und wohl eher als lockerer Leitfaden zu sehen.

  4. Hey Auroria,

    Bei mir auf dem Blog gibt es meist auch nur 1-2 Rezensionen pro Monat. Zu mehr habe ich durch Arbeit und Familie auch einfach gar keine Zeit. Ich finde deine Einstellung schon ganz richtig. Lesen soll Spaß machen und kein Druck sein. Fokussiere dich lieber mehr, auf das, was du realisieren kannst. Es ist natürlich dennoch immer schade, wenn man das, was man sich vorgenommen hat, nicht erreicht. Vielleicht ist es da besser in kleineren Schritten vorzugehen?
    Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin viel Spaß beim Bloggen.

    LG, Moni
    #litnetzwerk

    1. Es ist genauso, wie du sagst. Weniger ist manchmal mehr und der Fokus sollte auf dem Machbaren liegen. Manchmal denke ich eben nur, dass ich mehr schaffen kann und die Realität belehrt mich dann eines Besseren. 😉 Ich danke dir jedenfalls für deine Worte und wünsche dir ebenso viel Spaß beim weiteren Bloggen. 🙂

  5. Hej,

    ich habe eigentlich keine Lesevorsätze bis auf das zu lesen, was ich wirklich möchte und mir nichts aufzwingen zu lassen. Also überwiegend nein zu angebotenen Rezensionsexemplaren zu sagen. Nein sagen ist auch nicht immer einfach.

    Ich finde dein Format mit dem Zwischenfazit sehr toll und überlege, ob ich das nicht auch mal machen soll jetzt. 😉 Beim Bloggen ist es übrigens wie beim Lesen – nur die Ruhe. Alles hat seine Zeit und das gilt auch für den Blogroll.

    Viele Grüße,
    Janine
    #litnetzwerk

    1. Vielen Dank für deine Worte. Ich freue mich, wenn dich mein Zwischenfazit anspricht und zu einem eigenen Beitrag „inspiriert“.
      Ja, mit Ruhe ans Werk zu gehen, ist auf jeden Fall richtig. Ich lasse mittlerweile auch lieber mal eine Rezension länger liegen, bevor ich sie veröffentliche. Manchmal sind einige Tage Abstand zu dem Geschriebenen ja auch ganz gut, damit man die ein oder andere Formulierung noch mal überarbeiten kann. Oder mir fällt im Nachhinein noch etwas ein, dass ich noch einfließen lassen möchte. 🙂

  6. Hi Auroria,

    deine Name klingt wie aus dem Märchenbuch 🙂
    Dein Zwischenfazit finde ich echt spannend und die abschließende Frage auch! Ich habe mir für dieses Jahr zum ersten Mal ein Leseziel gesetzt und bin gespannt, ob ich es erreichen werde. Bisher habe ich nie dokumentiert, wie viele Bücher ich in einem bestimmten Zeitraum gelesen habe. Ich sehe das Ziel auch eher locker und würde es immer korrigieren, fall mein Lesegenuss darunter leidet.

    Ein tolles Leseerlebnis hatte ich mit ‚Was ich euch nicht erzählte‘ von Celeste Ng. Wahnsinn, wie die Frau schreiben kann! Meine Gedanken wandern immer wieder zu diesem Buch und der Geschichte zurück.

    Liebe Grüße
    Melli

    1. Hihi, danke, ich bin ja auch ne alte Märchentante. 😉
      „Was ich euch nicht erzählte“ fand ich auch unglaublich toll und bewegend. Ich kann gut nachvollziehen, warum deine Gedanken immer wieder zu diesem Buch zurückkehren. Schön, wenn es solche Bücher gibt und man diese glücklicherweise auch entdeckt.

  7. Hallo,
    ein schöner Beitrag, und ein schöner Blog 🙂
    Hab dich jetzt via #litnetzwerk gefunden!
    Lesevorsätze habe ich keine, außer zu lesen, auf was ich Lust habe! Ich nehme hin und wieder Rezensionsexemplare an, die mich wirklich neugierig machen, will mich aber nicht stressen lassen und freu mich auch meine älteren Schätze vom SUB zu befreien – sie sind es alle wert, gelesen zu werden.

    Liebe Grüße Anett.
    #litnetzwerk

    1. Vielen Dank! Ich freue mich, wenn dir mein Blog gefällt. 🙂
      Mit meinen Lesevorsätzen versuche ich mich auch nicht zu stressen. Die Entwicklung ist allerdings manchmal schon interessant zu sehen. In der einen Woche hat man sich noch dies und das in nicht allzu ferner Zukunft vorgenommen und dann ist alles wieder anders. Trotzdem möchte ich das mir Vorgenommene nicht aus den Augen verlieren. Gerade weitere Werke von so manchem Autoren zu entdecken, habe ich mir zum Vorsatz gemacht. Wann dies erfolgt, ist allerdings ungewiss. 😉

  8. Liebe Auroria
    Mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, wie viele Bücher du schaffst zu lesen. Wie du so schön schreibst ist es kein Wettbewerb, aber ich kann deinen Unmut verstehen. Man nimmt sich eben eine gewisse Anzahl vor und will diese erreichen und wenn man dann aus diversen Gründen wie eine Leseflaute, Arbeit, dem Blog oder sonstiges nicht viel zum Lesen kommt ist das natürlich ärgerlich.
    Ich habe mir für dieses Jahr nur 30 Bücher vorgenommen. Letztes Jahr habe ich zwar rund 48 Bücher gelesen, aber ich wollte mir nun bewusst so ein tiefes Ziel setzen, dass ich dann noch anpassen kann. So mache ich mir selber keinen Druck und lese weil es mir Spass macht, nicht um ein Leseziel zu erreichen 🙂
    Liebste Grüsse
    Julia
    #litnetzwerk

    1. Liebe Julia, danke für deine Worte. Manchmal sind eben die Vorsätze ambitionierter als es die Realität erlaubt. Aber das kann man ja vorher auch nicht unbedingt wissen. 😉 Ich denke, 30 Bücher ist eine gute und auch machbare Zahl. Letztes Jahr habe ich, glaube ich, auch ungefähr so viele gelesen.

  9. Liebe Auroria,

    ich setzte mir schon länger keine Vorsätze mehr sondern lass alles ganz entspannt auf mich zukommen. Ich hatte auch schon eine Zeit da habe ich mir zu sehr unter Druck gesestzt und habe dann die komplette Leselust verloren und das möchte ich nun vermeiden. Immerhin soll das lesen ja ein schönes Hobby sein und dich nicht zum ausbrennen bringen. Von daher nehm dir einfach die Zeit die du brauchst und mach weiter so 😉

    Liebe Grüße
    Bella

    1. Liebe Bella, da hast du vollkommen Recht. Ich sehe meine Lesevorsätze auch nicht als enges Korsett oder in Stein gemeißelte Ziele, die es zu erreichen gilt. Das ein oder andere Mal bin ich aber doch über mich selbst verwundert, wenn ich so stark davon abweiche. Allerdings sind diese Vorsätze wohl auch eher aus einer Interessen- und Leselauner heraus entstanden, die nun schon Monate zurück liegt. Inzwischen haben sich diese Interessen eben schon mehrfach geändert. Insgesamt gilt die überwiegende Zahl der Vorsätze natürlich noch, kann aber durchaus auch in fernerer Zukunft liegen. So ist das nun mal mit uns Buchmenschen. Mitunter sind wir recht sprunghaft. Aber das ist ja auch irgendwie gut so. 😉

  10. Das Zeitproblem kenne ich nur zu gut. Geht mir nämlich ganz genauso und ist der Grund, wieso ich viel weniger gelesen habe, als geplant. Aber wie du bin ich der Meinung, das Lesen nicht in Druck ausarten sollte und somit stresse ich mich da auch nicht rein, sondern greife dann zum Buch wenn ich wirklich Lust verspüre. Da ich aber so viel für die Uni lesen muss, bleibt das Private dann leider auf der Strecke, weil ich mich dann doch eher mit anderen Dingen ablenke. Aber ich hoffe das bald ändern zu können, denn der Stapel an ungelesenen Büchern wächst und da sind so viele mit dabei, die ich schon länger lesen wollte.

    Awww Dankeschön für das liebe Kompliment <3.
    Deine Variante hört sich aber auch richtig lecker an. Himbeeren liebe ich ja auch.

    1. Das private Lesezeitfenster ist bei mir auch recht klein. Familie und Beruf lassen mir nur in den Abendstunden die Möglichkeit dazu. Und da habe ich auch nicht immer Lust. Insbesondere wenn mich das Buch nicht unbedint vom Hocker reißt…

      Ja, Himbeeren mag ich auch gern. Zum Glück kann man die Oats jetzt mit allerlei Saisonalem und Frischem kombinieren. 😉

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