Der internationale Kinderbuchtag

KinderbuchtagWusstest Du, dass am 02.04. der internationale Kinderbuchtag war? Wusstest Du auch, dass dieser auf den Geburtstag von Hans Christian Andersen fällt? Mit dem Lesen bzw. mit dem Vermitteln der Freude an Geschichten kann man nicht früh genug beginnen. Jedem Kind sollte ermöglicht werden, Zugang zu Büchern zu erhalten. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, mit Büchern aufwachsen zu dürfen, Märchen und Autoren zu kennen und der eigenen Phantasie Flügel wachsen zu lassen. Für mich waren und sind Bücher immer eine Selbstverständlichkeit. Sie können den Wissensdurst stillen oder einfach nur in andere Welten entführen. Den internatilonalen Kinderbuchtag auf Hans Christian Andersens Geburtstag zu legen, ist daher eine schöne Idee. Wer kennt sie nicht „Die Schneekönigin“, „Das hässliche Entlein“, „Däumelinchen“ oder bspw. „Des Kaisers neue Kleider“? Andersens Vorstellungskraft bezaubert, lässt einen gewissen Ernst nicht zu kurz kommen und die Geschichten, die seiner Feder entsprangen, bleiben im Gedächtnis. Ich lese seine Märchen gern selbst hin und wieder und kann diese nun auch immer mal wieder einer kleinen Märchentante vorlesen. Ich merke dabei, dass die kindlichen Ohren gebannt lauschen und der kindliche Verstand sich mit dem Gehörten auseinandersetzt und darüber sprechen will. Es ist ein schönes Gefühl, wenn diese Begeisterung förmlich grenzenlos unterschiedliche Generationen erfassen kann. Und es zeigt, wie wichtig das Lesen und Vorlesen ist. Dafür muss man sich Zeit nehmen und für diese Zeit bekommt man auch viel zurück.

Natürlich werden bei uns auch noch andere Bücher gelesen. Unmengen von Pixiebüchern bevölkern das Kinderzimmer. Für jede Altersgruppe lassen sich verschiedenste Bücher finden. Für jedes Interesse ist etwas dabei. Neue und alte Bücher teilen sich die Regale, die Kinder liegen auch gern einmal einträchtig gemeinsam auf dem Teppich – jedes ein Buch vor sich. Welche Bücher gerade hoch im Kurs stehen, möchte ich kurz vorstellen, um zumindest noch nachträglich einen kleinen Beitrag zum bereits vergangenen internationalen Kinderbuchtag beizusteuern.

Mein erstes KasperletheaterEinige Spuren weist es bereits auf, da es schon so oft gelesen, angeschaut und damit gespielt wurde – das Buch „Mein erstes Kasperletheater“ von Hans-Christian Schmidt und Andreas Német aus dem Hause Oetinger. Ein Vorlese-Mitmach-Buch für Kinder ab 2 Jahren. Es geht um Rotkäppchen, dass sich vom Krokodil vom rechten Weg abbringen lässt. Kleine Figuren können in jedem Bild vor und zurück geschoben werden und machen so die Geschichte in kurzen Versen lebendig. Ein Buch, das Spaß macht und dazu animiert, in verschiedenen Stimmlagen zu sprechen. Die Jüngsten können einiges entdecken und freuen sich auf das Bewegen der Figuren. Nach dem Lesen dieses Buches höre ich des öfteren ein „Noch mal!“.

Erdbeerinchen ErdbeerfeeAuch für die kleinen großen Vorschüler oder Erstklässler möchte ich noch kurz ein Buch vorstellen. „Erdbeerinchen Erdbeerfee – Ein geheimnisvolles Geschenk“ von Stefanie Dahle aus dem Arena Verlag regt zum Mitmachen an. Die große Schrift und die kurzen Sätze ermuntern zum Selbstlesen. Und wer noch nicht die erste Klasse besucht, kann trotzdem mit Mama oder Papa mitlesen. Die kleinen Bilder im Text, welche einzelne Wörter ersetzen, können von den Vorschülern „gelesen“ werden, wodurch sich der Lesespaß schnell steigert und der kleine Mitleser stolz seinen eigenen Teil zur Geschichte beiträgt. Ein hübsches Lesebändchen passend zum Buch erleichter das Auffinden der Stelle, an der weitergelesen wird und ist ein kleiner Hingucker.

Welches ist Dein liebstes Kinderbuch? Gibt es ein Buch, das Du immer und immer wieder vorlesen musst?

10 Comments

  1. Hallo,
    ich kann noch etwas zu Hans Christian Andersen beitragen. In Dänemark selbst ist er unter diesem Namen nicht bekannt. Ich wollte in die Hans-Christian-Andersen-Ausstellung. Die Dänen kennen ihn nur unter H. C. Andersen – sprich: Houh-Si-Ändersen 🙂

    Liebe Grüße

  2. Den Internationalen Kinderbuchtag kriege ich leider immer erst mit, wenn er gerade stattfindet, so dass ich es nie shaffe, einen Blogbeitrag zu schreiben. Im ersten Blogjahr hatte ich noch daran gedacht und meine Lieblingsbuchreihe aus Kindertagen vorgestellt.
    Schömn, hier bei dir einen Beitrag zu finden!
    „Erdbeerinchen“ wollte ich mir demnächst mal genauer anschauen. Die kam erst als die beiden Großen zu alte dafür waren, aber jetzt haben wir ja noch einen kleinen Nachzügler. Da müssen wir nur aufpassen, dass wir nicht den ganzen Drumherum-Kram mitkaufen. 😀

    Liebe Grüße
    Mona

    1. Ich habe ihn ja genau genommen auch verpasst. Ich hatte trotzdem das Bedürfnis, noch einen kleinen Beitrag dazu beisteuern zu wollen.
      Ich verstehe sehr gut, was du mit dem ganzen „Drumherum-Kram“ meinst. Da bin ich auch nicht so der Verfechter. Allerdings habe ich bei Erdbeerinchen nicht das Gefühl, damit überflutet zu werden. Oder ich meide einfach geschickt die „Ecken“, an denen mir das passieren könnte. 😉

  3. Hallo liebe Auroria,
    ich wollte zum internationalen Kinderbuchtag eigentlich auch einen Beitrag verfassen, habe es dann allerdings total verschwitzt. Immerhin haben mein Mann und ich aber ziemlich lange über Kinderbücher gesprochen, die uns vor vielen Jahren begleitet und begeistert haben und haben schnell festgestellt, dass das „Fliegende Klassenzimmer“, „Ronja Räubertochter“und das „Doppelte Lottchen“ auf unser beider Listen steht. Bei mir kam dann früher noch „Hummelchen entdeckt die Welt“, „Hanni und Nanni“ und so ziemlich alles von Astrif Lindgren dazu. <3

    Es war schon eine tolle Lesezeit damals und ich hoffe, dass mein kleiner Pirat in den nächsten Jahren ebenso große Freude an all den wundervollen Kinderbüchern haben wird, wie wir sie einmal hatten.

    Ich wünsche dir einen wundervollen Sonntag.
    Maike

    1. Ich finde es toll, wenn man den eigenen Kindern die Kinderbücher näher bringen kann, die man selbst als Kind gern gelesen oder vorgelesen bekommen hat. Da merkt man, wie zeitlos Bücher doch sein können.
      Ronja Räubertochter kenne ich nur als Film. Habe das Buch aber schon auf der Liste für die Große stehen. Ich will es nun auch endlich mal selbst (vor)lesen. 😉

  4. Oh nein, ich habe den Kinderbuchtag verpasst! Wie ärgerlich. In meinem Germanistikstudium habe ich Kinder- und Jugendliteratur als Schwerpunkt und stimme dir vollkommen zu: Mit dem Lesen und der Leseförderung kann man gar nicht früh genug anfangen. (Soll jetzt nicht heißen, dass Kinder vor der Schule schon lesen können müssen. Aber vorlesen muss einfach sein. Und Hörbücher!) 😀

    Liebe Grüße und ein schönes #litnetzwerk
    Nina

    1. Stimmt, vor der Schule muss man nicht unbedingt schon lesen können. 😉 Aber der Sinn fürs Zuhören und für Geschichten wird schon mal geweckt, was hoffentlich der Grundstein für die eigenen Leseleidenschaft ist.
      Mein Beitrag zum Kinderbuchtag kam auch nicht gerade pünktlich. Aber ich habe mir Gedacht, eine Woche Verspätung, das ist schon zu verschmerzen. 😉

  5. Liebe Auroria,
    ich war und bin immer noch ein großer Fan von Astrid Lindgren und da nicht nur von der tollen Pippi, sondern auch von Michel aus Lönneberga oder Ferien auf Saltkrokan. Und von vielen anderen und natürlich auch von vielen Pixiebüchern, die jetzt wie schon bei uns beschrieben, ein eigenes Haus bekommen haben. Andersens Märchen mag ich auch, aber viele sind auch ziemlich traurig.
    Liebe Grüße und schöne Ostertage wünschen die Vorleser

    1. Astrid Lindgren mag ich auch und dem Nachwuchs geht es ebenso. 😉
      Bei den Märchen von Hans Christian Andersen gebe ich dir auch recht. Einige sind schon recht traurig. Daher wähle ich auch mit Bedacht, welches Märchen ich zum Vorlesen auswähle. Das lesen wir dann auch nicht in einem Rutsch sondern in Etappen. Denn in diesen Märchen ist doch immer recht viel zum Nachdenken enthalten.

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