ERLESENES #2

Letztes Wochenende veranstaltete Lena von Büchernest über Facebook und Twitter unter dem #litnetzwerk ein Kommentier- und Vernetzungswochenende für Buchblogger. Ziel sollte sein, dass sich die Blogger untereinander (besser) vernetzen, man sich kennenlernt und neue Blogs entdeckt. Auch ich habe mich daran beteiligt und neue Blogs erkundet. Einige habe ich für so gut befunden, dass ich sie von nun an regelmäßig besuchen möchte. Positiver und – monetär betrachtet – nachteiliger Nebeneffekt ist, dass die Wunschliste explosionsartig anschwoll. Drei dieser Wunschlistenkandidaten, welche mich besonders reizen, möchte ich nun in der zweiten Ausgabe von ERLESENES kurz vorstellen.

meerAuf Zitroschs Leseland „stolperte“ ich über die Rezension zu „Fünf Viertelstunden bis zum Meer“ von Ernest van der Kwast. Die Rezension zu diesem Buch, das aus dem mare Verlag stammt, ist kurz und bündig. So wie wohl auch das Buch selbst, das nur 96 Seiten umfasst. Es geht darum, dass sich zwei Menschen treffen, sich ineinander verlieben und dann wieder getrennte Wege gehen. Doch können sie einander über die Jahre nicht vergessen. Der ein oder andere könnte dies als banales Thema empfinden. Mein Interesse haben sofort die Zitate geweckt, durch die diese Rezension komplettiert wird. Genau diese Art des Schreibens liebe ich. Und daher wandert dieses schmale Büchlein auf die Wunschliste.

sommer„Die vier Jahreszeiten des Sommers“ von Grégoire Delacourt habe ich gefunden auf dem Blog der Buchlotsin. Als bekennender Fan von Sprache, Eloquenz, der Fähigkeit mit Worten zu spielen, liebe ich es, wenn Autoren es schaffen, ganz besondere Gefühle während des Lesens hervorzurufen. Dies führt dazu, dass ich an Geschichten klebe und mir diese detailreich und lange im Gedächtnis bleiben. Gemäß Heikes Rezension soll Delacourts Schreibstil poetisch und melancholisch sein. Und da ich meinen Hang sowohl zur Poesie als auch zur Melancholie hin und wieder gern pflege, muss dieser Titel natürlich ebenfalls auf meine Wunschliste. Worum geht es? Kurz gesagt: auch hier steht die Liebe im Mittelpunkt des Geschehens und vier unterschiedliche Paare. Thematisch nicht unbedingt typisch für mein Buchbeuteschema. Da ich mich in diesem Jahr jedoch bereits zweimal an französische Autoren gewagt habe, schrecke ich nun vor einem dritten auch nicht zurück.

tachenbuch_vorschau_DEF.inddDas Buch, auf das ich wohl am neugierigsten bin, entdeckte ich bei Tommi und die Schmöker. Die Rezension, die ich dort las, machte mich gleich irgendwie hibbelig. Klar, Truman Capote war mir bereits namentlich ein Begriff. Gelesen habe ich tatsächlich aber noch keines seiner Werke. „Kaltblütig“ weckte sogleich großes Interesse, handelt es sich doch um einen Tatsachenroman über die Ermordung einer vierköpfigen Familie. Die Recherchearbeit und die Auseinandersetzung mit dieser Tat und den Tätern beeinflusste auch Capotes Leben nachhaltig. Wahrscheinlich ist es gerade diese Mischung, die mich reizt. Die in Romanform dargebotenen Tiefen der menschlichen Abgründe, der reale Schrecken und das Wissen um die Auswirkungen auf Capote.

Kennt ihr diese Bücher bereits? Oder habt ihr auch besondere Titel für eure Wunschliste während der Aktion #litnetzwerk gefunden?

3 Comments

  1. Danke, dass du meine Rezension zu „Kaltblütig“ hier aufgenommen hast. Ich hoffe, der Roman kann dich ebenso begeistern wie mich. Der Film „Capote“ ist auch sehr zu empfehlen, handelt er doch von der Entstehung dieses Buches. Mittlerweile habe ich sogar ein Graphic Novel zu dem Thema entdeckt „Capote in Kansas“ greift auch seine Arbeit an dem Roman auf.
    Beste Grüße
    Thomas

    1. Ich bin schon sehr gespannt auf das Buch. Dieses werde ich mir in nicht allzu ferner Zeit zulegen. Ich freue mich jetzt schon darauf. 😊 Den Film merke ich mir vor. Und die Graphic Novel ist auch notiert. Mein Geldbeutel wird sich freuen…

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