#buchpassion – Mein Bekenntnis zum Buch

Die Literaturaktion #buchpassion ist von Janine auf ihrem Blog Kapri-ziös ins Leben gerufen worden. Verschiedene Akteure, ob nun Blogger, Autoren oder Verlage erhalten die  Möglichkeit, das Buch und das Lesen zu feiern. Auch ich möchte einen Beitrag hierzu beisteuern.

Logo #buchpassion

Die Passion wird Dir sicherlich bekannt sein als Leidenschaft und Begeisterung. Eine Leidenschaft kann man für vieles entwickeln. Speziell mich hat die Liebe zum Buch gepackt. Bücher sind meine Leidenschaft, manchmal Flucht aus dem Alltag, das Abenteuer, das ich auch mal bequem vom Sofa aus erleben kann. Bücher können mich begeistern. Ich liebe es, mich mit ihnen auseinanderzusetzen, am liebsten natürlich mit anderen Menschen. Natürlich entspricht nicht jedes Buch meinem Geschmack. Über manche ärgere ich mich, weil ich auf die Verheißung, die sie verströmten, hereingefallen bin. Missgriffe gehören dazu. Aber allen Büchern ist gemein, dass ich mich auf sie freue, wenn ich sie aufschlage und – so es denn kein eBook ist, dass ich ihren Geruch in mich aufnehme. Ich liebe es, mit dem Daumen über die Seiten zu streichen und durch dieses schnelle Blättern an ihnen zu schnüffeln.

Wie alles begann
Wie ich bereits in meiner achten Montagsfrage habe anklingen lassen, hat mich das „Leiden“ Bücherliebe schleichend befallen. Ich liebte es als Kind, wenn mir Märchen vorgelesen wurden. Nicht selten bat ich meine Oma, dass sie sich eigene Geschichten für mich ausdenkt, um mir diese dann zu erzählen. Als ich dann endlich selbst lesen lernte, konnte ich die Bücherwelt auf eigene Faust erkunden, ohne auf das Wohlwollen diverser Vorleser angewiesen zu sein.

Gebrüder Grimm Illustration

Lebhaft in Erinnerung ist mir geblieben, dass bereits in der Grundschule die ganze Klasse gemeinsam mit der Lehrerin „Pippi Langstrumpf“ gelesen hat. Und ich zückte stets ganz stolz mein eigenes Exemplar, das ich auch heute noch besitze. Als ich das Lesen und Schreiben dann einigermaßen beherrschte, begann ich, mir eigene Geschichten auszudenken. Damit ich mich auch als Schriftstellerin fühlen konnte, tippte ich diese auf der alten Schreibmaschine meiner Oma. Schon früh hegte ich ein Faible für Gespenstergeschichten und Spukhäuser. Und genau davon handelten oft meine Geschichte. Der ein oder andere liebe Vampir durfte natürlich auch nicht fehlen.

Was ich lese
Vor diesem Hintergrund verwundert es sicher nicht, dass ich gern Fantasy und Schauerromane lese. In gewisser Weise die Märchen für Erwachsene. Das Heranwachsen selbst bescherte mir verschiedene Phasen mit unterschiedlichen buchigen Interessen, vorzugsweise Dunkles und Mystisches hatte es mir angetan. Mit Vorliebe las ich die Vampirromane von Ann Rice. Am bekanntesten ist sicher „Interview mit einem Vampir“. Aber auch andere Bücher dieser Reihe haben mich sehr fasziniert. Auch zu Klassikern fühlte ich mich hingezogen. Bram Stokers „Dracula“ hatte es mir in besonderer Weise angetan. Dieses Werk gehört auch heute noch zu den Büchern, die ich immer wieder gern lese. Und natürlich darf auch nicht Edgar Allan Poe in meiner Aufzählung fehlen, dessen Werke ebenfalls meinen Bücherschrank zieren. Ich bin also durchaus auch an Klassikern interessiert und für diese begeisterungsfähig. An dieser Stelle soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass ich bereits an der ein oder anderen Stelle bei Buchlingreport, was Klassiker betrifft, fündig wurde und meine Wunschliste diesbezüglich erweitern konnte.

Wenn ich schon von Buchlingen spreche, kann ich jedem, der sich auch nur im Entferntesten dafür interessiert, „Die Stadt der Träumenden Bücher“ von Walter Moers empfehlen. Oh, wie liebe ich dieses Buch! Wie habe ich es verschlungen! Wie sehr wünschte ich, dass es lebende Bücher gäbe! Wie gern würde ich in Buchhaim leben! Ich hoffe, Du spürst meine Begeisterung für die Welt der Fantasie, meine Begeisterung für Bücher. Ich könnte schier endlos weiterschwärmen für Harry Potter, für Artemis Fowl, für das Otherland von Tad Williams… Durch Bücher können Grenzen überwunden werden. Alles ist möglich!

Illustration Die Stadt der träumenden Bücher

Neben diesen vielen fantastischen Reisen, die mir durch Bücher bereits ermöglicht wurden, hege ich eine besondere Leidenschaft für das Genre Thriller/Krimi. Den Klassiker „Das Schweigen der Lämmer“ wirst Du in meinem Regal finden, ebenso wie die David Hunter Reihe von Simon Beckett. Ich weiß gar nicht so genau, was mich an dieser teils blutrünstigen Welt, teils psychologischen und unterschwelligen Bedrohung anspricht. Vielleicht spricht mich das Abstoßende an, die Abgründe der menschlichen Seele verbunden mit der Hoffnung, dass das Böse gestoppt werden kann, um weiteres Unheil zu vermeiden. Jedenfalls liebe ich es, dass ich bei der Fallaufklärung miträtseln kann. Und am liebsten sind mir die Bücher, die mich lange im Dunkeln tappen lassen.

David Hunter Simon Beckett

Ich blogge
…nun seit Februar diesen Jahres. Warum? Wie ich eingangs erwähnte, liebe ich es, mich über die gelesenen Bücher auszutauschen oder meine Eindrücke mitzuteilen. Nicht immer werden meine Vorlieben im Freundeskreis geteilt. Daher entschied ich, dass ich meine Ansichten im Prinzip jeden, den es interessieren könnte, auf meinem Blog zugänglich mache. Nicht immer muss man einer Meinung sein. Das wäre ja auch langweilig. Egal ob ich nun Gleichgesinnte finde oder nicht, ein Austausch in jeder Form ist willkommen. Am schönsten ist es natürlich, wenn der ein oder andere durch eine meiner Rezensionen von einem Buch überzeugt wird und es dann auch noch gut findet. Außerdem mag ich es, meine Gedanken in Worte zu fassen und niederzuschreiben. Zwar schreibe ich derzeit weder Geschichten noch Gedichte, doch das verfassen von Rezensionen macht mir nicht weniger Spaß.
Ich selbst stöbere natürlich auch bei anderen Bloggern. Sowohl bei Bloggern mit ähnlichen Lesevorlieben, als auch auf Blogs, die mir abseits meiner Wohlfühlzone durch tolle Rezensionen den ein oder anderen Schatz bescherten, den ich sonst nie entdeckt hätte.

Was außerdem fürs Lesen spricht
Man lernt ja nie aus im Leben. Und mit jedem Buch, das ich lese, kann ich etwas dazu lernen. So manches Interesse kann für Themen geweckt werden, mit denen ich mich zuvor noch nie beschäftigt habe. Manchmal sind gar historische Fakten in eine Handlung verwoben, die mir auf wundersame Weise schmackhaft gemacht wurden und zur Erweiterung meines Wissens beitrugen. Außerdem erlebe ich Abenteuer, fiebere mit den Protagonisten, leide mit ihnen und freue mich. Lesen ist mit vielen Gefühlen verbunden. Es erzeugt Sympathie oder Abneigung, Freude und Ärger, es spiegelt das Leben wider, bringt mich zum Nachdenken und Überdenken und es ist das beste Mittel, um zu entspannen. Manchmal bringen mich Bücher allerdings auch um den Schlaf. Wenn ich nicht aufhören kann zu lesen, weil eine Handlung so spannend ist oder weil ich darüber nachdenke, wie es weitergeht. Wenn all dies zusammentrifft, dann hat ein Autor sein Handwerk wirklich gut verstanden. Lesen ist, sich im Kopf eines anderen zu befinden und gleichzeitig seinen eigenen Vorstellungen freien Lauf zu lassen.

Lesen ist Leidenschaft!

13 Comments

  1. Hallo Auroria,

    Walter Moers und „Die Stadt der träumenden Bücher“ habe ich auch geliebt! Es ist schade, dass der dritte Teil der Reihe bis auf weiteres mehrere Jahre verschoben wurde. Mein Leserherz weint!

    Danke fürs Mitmachen bei #buchpassion!

    Janine

    1. Da stimme ich dir zu. Bis dahin versuche ich mir die Zeit zu verkürzen, indem ich immer mal wieder die ersten beiden Teile lese.
      Den Beitrag für #buchpassion zu schreiben, hat mir Spaß gemacht. Eine tolle Idee!

  2. Bei Walter Moers, Artemis Fowl etc. bin ich ganz bei dir. Tolle Bücher, die mich immer wieder aufs neue erfreuen.
    Thriller/Krimis lese ich zwar auch gerne, aber erst seit kurzem. Früher gar nicht, jetzt ab und zu. Da musste ich mich irgendwie vorsichtig rantasten, weil meine Fantasie da immer mit mir durchging und ich es zu grausam fand… Mittlerweile habe ich meine Fantasie soweit im Griff, dass ich die Lektüre mit Spaß genießen kann.
    LG Lexa

    1. Danke für deinen Besuch und Kommentar, Lexa. Spannend ist ja gerade, dass es so unterschiedliche Genre gibt und somit jeder anderen Vorlieben nachgehen kann. Neue Genre für sich zu entdecken, ist auf jeden Fall interessant. Der Lesegeschmack kann sich ja durchaus auch mal ändern.

  3. Hallo Auroria,

    die Hunter-Reihe habe ich auch und bin total begeistert. Ich hoffe, dass das neue Buch was dazu jetzt erscheint, auch ein Hit wird und nicht wie „Der Hof“, den ich langweilig fand. Hast du ihn schon gelesen?

    LG Janine

    1. „Der Hof“ habe ich nicht gelesen. Ich hatte es mal mit „Voyeur“ versucht. War davon aber auch nicht angetan. Da habe ich mich durchgequält. Daher möchte ich auch kein Buch abseits der Hunter-Reihe mehr von ihm lesen. Auf den neuen Hunter freue ich mich auch schon sehr. Mein Hunter-Herz hüpft! 😉

  4. Ein toller und sehr leidenschaftlicher Beitrag! 🙂 Ich mag es auch gern mystisch, bin aber wohl eine der seltenen Ausnahmen, die mit Walter Moers nichts anfangen kann. (Outing!) Bei Vampiren werde ich dafür langsam offener – zumindest für die „dazwischen“, zwischen Horror und Glitzer. Kennst du die von Ju Honisch oder Monika Jaedig? Solche. 😉

    Deine Leidenschaft für Bücher spürt man in diesem Text deutlich – mir geht es ganz ähnlich. Ich mag Geschichten, die mich intensiv berühren und alles andere vergessen lassen, die mich mitleiden lassen und mir Neues zeigen – beispielsweise Ansichten oder interessante Dinge, die mich teilweise auch neugierig machen. Die etwas tiefer gehen, auch emotional (denn Oberflächlichkeit gibt es schon genug, finde ich). Und die, die mich auch abseits der Lesezeit nicht verlassen (weil ich über sie nachdenke oder von ihnen träume), liebe ich ganz besonders. Das ist manchmal nicht besonders klug, weil ich eine emotionale Leserin bin und dazu noch eher zart besaitet, aber diese Intensität macht mich auch sehr glücklich. Und von solchen Büchern bleibt viel bei mir! 🙂

    Liebe Grüße,
    Marny

    1. Liebe Marny,

      danke für diesen ausführlichn Kommentar. Da sei dir auch verziehen, dass du mit Walter Moers nichts anfangen kannst. 😉
      Die Vampire von Ju Honisch und Monika Jaedig kenne ich gar nicht. Da werde ich mich mal schlau machen. Neuen Entdeckungen stehe ich aufgeschlossen gegenüber. Und tatsächlich habe ich schon lange kein Buch mehr gelesen, das Vampire zum Hauptthema hatte.

      Es stimmt, Bücher, die einen nicht mehr loslassen, selbst nachdem man sie beendet hat, sind etwas ganz besonderes. Von diesen Exemplaren würde ich mich auch niemals trennen. Ich nehme sie immer wieder gern in die Hand und blättere darin herum. Es sind tatsächlich kleine Schätze, über die ich mich immer wieder freue. Ich wünsche dir jedenfalls, dass du noch viele dieser Schätze findest.

  5. Hallo Auroria,

    ich hab die Aktion leider etwas zu spät mitbekommen, deswegen habe ich dann nur auf Twitter teilgenommen – aber es war toll :). Dass man durchs Lesen lernen kann, glaube ich außerdem heute noch ganz fest. Bei mir war’s auf jeden Fall als Kind Rechtschreibung, aber es hilft auch ganz viel bei der Verbesserung der Allgemeinbildung – man lernt quasi nebenbei. Aus diesem Grund hab ich früher auch gerne historische Romane gelesen – Geschichte und lesen in einem. Und im Gegenzug hab ich dann meine Liebe zum Phantastischen entdeckt (Und Ann Rice hab ich auch sehr gemocht!). Heute ist mein Geschmack ziemlich gemischt, ich lege mich nicht grundsätzlich fest, aber ansprechen und neugierig machen muss sie mich, die Geschichte. Da spielt es keine Rolle, ob das Genre Thriller, SF (Ja, mag ich auch!) oder Liebesroman ist :).

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Bei der Rechtschreibung hat mir das Lesen auch geholfen, hoffe ich ;). Und gut für die Allgemeinbildung ist es allemal. Wie du bereits angemerkt hast, ist das ein nützliches Nebenprodukt des Lesens.
      Generell bin ich auch verschiedenen Genren gegenüber offen. Wofür ich mich jedoch nur schwer erwärme, sind Liebesromane. Inzwischen traue ich mich auch immer mal wieder an Gegenwartsliteratur etc. heran. Dazu habe ich bisher nicht gleich zuerst gegriffen.
      Historische Romane mag ich auch, lese sie jedoch bei Weitem nicht so häufig wie z. B. Thriller. Allerdings bin ich durch Audible auf „Jonah“ von Rebecca Gablé gestoßen. Dieses Hörbuch, oder vielmehr Hörspiel, hat mich schon sehr fasziniert. Bisher steht noch kein Buch von Rebecca Gablé in meinem Schrank. Dies soll sich aber zukünftig auch ändern.

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